Gott hat den Menschen mitsamt seiner Sexualität erschaffen »und siehe, es war sehr gut«(1 Mose 1,31).
Durch Augustinus wurde Anfang des 5. Jahrhunderts n.Ch. die Lehre verbreitet, dass die verbotene Frucht im Paradies, von der Adam und Eva aßen, der Geschlechtsverkehr gewesen sei. Bis lange nach dem Mittelalter waren weite Teile der Christenheit dadurch geprägt und überzeugt, dass Sex etwas Verwerfliches und nur zur Zeugung notwendiges Übel sei. Aber inzwischen stehen wohl auch die letzten Christen ihrer Sexualität aufgeschlossen gegenüber.
Der Sexualtrieb gehört zum Menschsein genauso dazu wie zum Beispiel der Selbsterhaltungstrieb. Allerdings müssen diese Triebe kontrolliert werden. Gott hat uns den Rahmen der Ehe gegeben, in dem wir den Sex ungehindert genießen können. Eine gut verständliche Übertragung von 1 Korinther 7 liefert uns die Message Bibel.
1 Korinther 7,1-6 (Message Bible)
Nun zur Frage, die ihr mir in eurem Brief gestellt habt: Sollen wir sexuelle Gemeinschaft haben? Ja, gewiss - aber nur im erlaubten Rahmen. Es ist gut für den Mann, eine Ehefrau und für die Frau einen Ehemann zu haben. Sexualtriebe sind stark, aber die Ehe ist stark genug, sie zu fassen und für ein ausgeglichenes und erfülltes Sexualleben zu sorgen - in einer Welt voller Unordnung und Freizügigkeit. Das Ehebett soll ein Platz der Gegenseitigkeit sein: Der Ehemann trachtet nach der Zufriedenheit seiner Frau und die Ehefrau befriedigt die Bedürfnisse ihres Mannes. In der Ehe verlangt niemand seine Rechte. Die Ehe ist eine Entscheidung, dem anderen zu dienen - im Ehebett und außerhalb. Abstinenz ist eine Zeitlang erlaubt, aber nur, wenn beide übereinstimmen, und nur zum Zweck des Betens und Fastens. Dann kommt wieder zusammen. Satan hat geniale Wege uns zu versuchen, und zwar wenn wir es am wenigsten erwarten. Diese Zeiten der Abstinenz befehle ich euch nicht, sie sind nur mein Rat zu eurem Besten.
Gott hat also nichts dagegen, dass wir das intime Zusammensein genießen, solange es im erlaubten Rahmen bleibt.
Es ist bemerkenswert, dass mit dem Sündenfall der Sexualtrieb mit als erstes entgleiste. Schon nach wenigen Generationen wird die Menschheit als verdorben und gewalttätig beschrieben(1 Mose 6,11-12;). Die Städte Sodom und Gomorra sind wegen ihrer Perversion in die Geschichte eingegangen(Judas 7). Offenbar sehen Menschen, die ohne Gott leben, kaum einen Anlass, ihre Triebe zu zügeln und lassen sich so immer ungehemmter gehen.
Doch nun zu unserem Thema, wie geistlich Sex ist. Der Akt als solcher zwischen Ehemann und Ehefrau ist sicherlich nicht »geistlicher«, als unser übriger Lebenswandel in Gottesfurcht. Aber hat Sex neben der biologischen und erotischen Ebene auch eine geistliche Dimension? hier auf wugffo.de weiterlesen